Ein Kurzbericht vom Stadtforum Energie in Berlin am 17. November 2025

Am 17. November 2025 kamen in Berlin ca. 200 Menschen aus unterschiedlichen Organisationen zusammen, um beim Stadtforum Energie über (Un)sichtbare (Infra)Strukturen Berlins zu sprechen. Das Stadtforum Berlin will dazu beitragen, im „Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Fachleuten aus Forschung, Wirtschaft und Politik die Entwicklung der Hauptstadt zu begleiten“. (https://www.berlin.de/sen/sbw/ueber-uns/stadtforum-berlin/)
Energiewende umsetzen
Die Frage, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen und auch schon geschaffen wurden, um eine Energiewende nicht nur auf dem Papier sondern in (gebauter) Realität hinzubekommen, war das Hauptthema der Veranstaltung. Netzausbau, Flächenbedarfe für Erneuerbare, hohe Investitionssummen und die Einbeziehung der Bevölkerung waren wichtige Aspekte.
Nach einem Input von Martin Schulwitz von der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund, der einen Überblick über die notwendigen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Energiewende gab, wurde in vier Dialogstationen vertieft über einzelne Themen nachgedacht und diskutiert.
Multikodierung als ein Baustein
Es ging um Neue Stadtquartiere und deren möglichen Beitrag zur Klimaneutralität, um die konkreten Herausforderungen alternativer Energiequellen für die städtische Planung, um das Potenzial und die Voraussetzungen für Nahwärmenetze und um Flächenbedarfe der Energieerzeugung und Wärmewende in einer Stadt, die schon jetzt viele Flächenkonkurrenzen verhandeln muss.
Multikodierung war ein Stichwort, das an dem Abend oft gefallen ist. Die Idee, eine Fläche mit mehreren Nutzungen zu versehen ist nicht neu, bietet aber noch viele ungenutzte Potentiale. Sie ist allerdings auch kein Allheilmittel, da sich die Voraussetzungen unterschiedlicher Nutzungen oft auch gegenseitig ausschließen. Dennoch macht es Sinn, hier intensiver nachzudenken.
Fokus und Dialog
Ich habe an dem Abend für Zebralog eine der Dialogstationen moderiert, und war von der konstruktiven und engagierten Diskussion der Teilnehmenden sehr angetan. Das Format, Fachleute und engagierte Bewohner:innen zu einem Themenfeld zusammen zu bringen, scheint mir gut geeignet, Fokus und unterschiedliche Perspektiven miteinander zu vereinen. Die Kombination von Inputs und Dialog hat zusätzlich dazu beigetragen, dass neue Ideen und auch neue Kontakte entstanden sind.
Auf der Webseite https://www.berlin.de/sen/sbw/ueber-uns/stadtforum-berlin/stadtforum-berlin-17-11-2025/ finden Sie mehr Informationen und in Kürze auch eine Dokumentation.
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Der Autor: Michael Lobeck
Ich moderiere Veranstaltungen und berate öffentliche und private Akteure zu guter Kommunikation in der Stadtentwicklung. Ich halte auch Vorträge zu Sinn und Unsinn von Smart Cities und schreibe Bücher zu dem Thema. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, was ich für Sie tun kann, melden Sie sich gerne bei mir.

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