Was ist eigentlich smart an einer Smart City?

Titelbild des Podcasts City-Transformer von Habbel und Lobeck zur Digitalisierung der Städte und Regionen

Diese Frage stellen sich Franz-Reinhard Habbel und ich in der zweiten Episode unseres Podcasts zur Frage, wie Digitalisierung Städte und Regionen verändert.

Episode 26 – Mit Navigatoren und Lotsen in Sachsen zur digitalen Kommune City-Transformer mit Franz-Reinhard Habbel und Michael Lobeck

Franz-Reinhard Habbel und Michael Lobeck sprechen mit Micha Woitscheck, Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindetages und kommunalen Akteuren über das Projekt Digital-Lotsen und -Navigatoren, mit dem die sächsichen Gemeinden bei der Digitalisierung systematisch unterstützt werden. Die beiden Pilotkommunen Hoyerswerda und Schkeuditz stellen ihre Erfahrungen vor. Die Aufnahme ist stellenweise leider von schlechterer Qualität. Wir hoffen, dass die spannenden Beiträge aus Sachsen trotzdem anregend für eigene Aktivitäten sind.
  1. Episode 26 – Mit Navigatoren und Lotsen in Sachsen zur digitalen Kommune
  2. Episode 25 – Smart Cities aus Sicht des Bundes mit Renate Mitterhuber, BMWSB
  3. Episode 24 – Kommunale Digitalstrategie – Sina Schroth über das Beispiel Heddesheim
  4. Episode 23 – Social Media in Kommunen – Silke Lenz berichtet über das Essener Konzept
  5. Episode 22 – mit Lena Sargalski, CDO Bad Salzuflen

Am Anfang gehen wir kurz auf den aktuell laufenden 19. e-government-Wettbewerb ein, bei dem Sie sich per Online-Voting beteiligen können. Michael Lobeck kritisiert die bürgerferne Kommunikation und lobt die Stadt Herrenberg für die Darstellung ihrer neuen Arbeitsorganisation auf dem Bauhof per Video als verständliches Positiv-Beispiel. Franz-Reinhard Habbel darf nicht loben oder kritisieren, er ist in der Jury und verhält sich dementsprechend ganz neutral.

Die Frage was denn nun smart ist an einer Smart City löst erst einmal die Frage nach der Perspektive aus, aus der diese Frage gestellt wird. Für wen soll sie denn smart sein?

Im Kern werden wir uns einig, dass es sich dann um eine “smarte” Stadt handelt, wenn sie “Gute Stadtentwicklung” hinbekommt, und dabei selbstverständlich auch aktuell verfügbare Technologie nutzt.

Was dann aber “gut” meint, ist eine normative Frage. Franz-Reinhard Habbel schlägt vor:
sozial, menschlich, achtsam, respektvoll und tolerant – also s-m-a-r-t.

Drei Fragen bleiben:

  1. Wie wollen wir leben? (Wie in Retortenstädten mit neuester Technologie und technokratischen Regimes? Oder in sich mit der Stadtgesellschaft gemeinsam umgebauten vorhandenen Städten in demokratischen Regimes? Zugegebenermaßen eine etwas vereinfachende Frage.)
  2. Wie kommunizieren wir miteinander, wie entwickeln wir Antworten auf diese Fragen?
  3. Wie können wir unser Handeln reflektieren? Oder auch: Warum gibt es wenig unabhängige Evaluationen, wo es doch so viele Smart-City-Projekte gibt?

Noch haben wir sicher nicht verstanden, welche gesellschaftlichen Effekte (umfassende) Digitalisierung auslöst. Auch auf die Frage von Armin Nassehi, worauf Digitalisierung eigentlich eine Antwort ist, gibt es bisher nur Ideen. Vielleicht auf den Wunschen nach verstehen und steuern wollen – daher brauchen wir mehr Daten und Informationen um die Komplexität der Welt noch zu verstehen und überhaupt beobachten zu können.

Hören sie mal rein: https://citytransformers.podigee.io/2-neue-episode

Feedback und Anregungen gerne unter info@habbelundlobeck.de direkt an uns.

Weitere Blogbeiträge zur Digitalisierung finden Sie hier
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Portraitfoto Michael Lobeck

Der Autor: Michael Lobeck
Ich moderiere Veranstaltungen und berate öffentliche und private Akteure zu guter Kommunikation in der Stadtentwicklung. Ich halte auch Vorträge zu Sinn und Unsinn von Smart Cities und schreibe Bücher zu dem Thema. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, was ich für Sie tun kann, melden Sie sich gerne bei mir.

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