„The glorious river Rhine“ – Kurzbericht zur Diskussion zum Bonner Rheinufer in der VHS Bonn am 7.6.18

Das Foto zeigt das Rheinufer von der Oper bis zur Uni-Bibliothek von der Kennedybrücke aus

Foto: Michael Lobeck, CC-BY 4.0

Gestern, am 7.6.18 von 18 bis 19.45 Uhr fanden trotz Unwetterwarnung ca. 30 Interessierte den Weg in die VHS, um sich mit Benedikt Stahl, Reimar Molitor und David Baier über die Zukunft des Bonner Rheinufers auszutauschen.

Für mich, der ich die Veranstaltung moderieren durfte, gab es viele anregende Momente. Sehr schön die Geschichte von Reimar Molitor von seinen irischen Schwiegereltern, die von der Stadt Bonn in Verbindung mit dem „glorious river rhine“ sprächen. Wenn die Bonnerinnen und Bonner das doch auch mal täten. Er vermisse etwas die Begeisterung für diesen so identitätsstiftenden Fluss. Schließlich sei die Stadt an diesem Ort, weil der Fluss dort flösse und nicht umgekehrt.

Benedikt Stahl empfahl allen, die sich über Gestaltung des Rheinufers Gedanken machen wollen nachdrücklich einen Blick in das Buch Stromlagen, das von drei Stipendiaten der Montag-Stiftung im Jahr 2008 erarbeitet worden sei. Hier könne man außerordentlich vielfältige Anregungen erhalten. Darüber hinaus stellte er Arbeiten von Studierenden der Alanus Hochschule in Alfter dar, die sich mit unterschiedlichen Ansätzen mit der Gestaltung des Bonner Rheinufers beschäftigen. Im Herbst seien die Arbeiten so weit, dass sie im Pavillon des Forum Stadt Bau Kultur in der Budapester Straße ausgestellt werden könnten.

Die Vielfalt der unterschiedlichen Ansprüche an das Rheinufer betonte David Baier. Neben unterschiedlichen Verkehren – von Fußgängern, Fahrradfahrern, Pedelecfahrern, Skatern, … gebe es ganz unterschiedliche Erwartungshaltungen. Ausruhen, Flanieren, von A nach B kommen, spielen, Essen und trinken, …
Das sei nicht ganz einfach und bedürfe intensiver Bearbeitung. Der Wettbewerb „Stadt zum Rhein“, der im Rahmen der Regionale 2010 stattgefunden hatte, hätte eine sehr gute Grundlage zur weiteren Entwicklung des Rheinufers geliefert, die weiter verfolgt würden.

Die drei waren sich einig, dass die komplexe Aufgabe der Gestaltung des Rheinufers einige Zeit brauche. Gelungene Beispiele, wie beispielsweise die Freitreppe des Deutzer Rheinboulevards, lassen sich nur realisieren, wenn in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Bedeutung des Rheins für die Identität der Stadt existiere. Daher sei die Veranstaltung zwar ein gelungener Auftakt, es gehe aber darum, dieses Thema in der Öffentlichkeit präsent zu halten. Das sei Aufgabe sowohl der Stadtverwaltung, der Politik als auch der Presse und der Bürger*innen selbst.

 

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UPDATE 12.6.18: Jetzt hat der General-Anzeiger auch eine Kurzzusammenfassung über die Veranstaltung im Rahmen eines Artikels über das Rheinufer veröffentlicht.

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Portraitfoto Michael LobeckDer Autor: Michael Lobeck
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