13.5.2016 / Ergebniskonferenz Bürger-Zukunftsforum Bonn 2030+

Foto des Tagungsraums im Kunstmuseum Bonn bei der Ergebniskonferenz des Bürger-Zukunftsforums Bonn 2030

Foto: Michael Lobeck, CC-BY 4.0

Wie soll die Zukunft Bonns aussehen? Welche Ideen gibt es für ein Leitbild, an dem sich die Stadt die nächsten 15 Jahre orientieren kann?
Knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten am Freitag, 13.5.2016 im Kunstmuseum Bonn die Vorschläge, die 250 Bürgerinnen und Bürger im Januar in der Stadthalle Godesberg erarbeitet hatten.
Oberbürgermeister Ashok Sridharan bedankte sich in seiner Begrüßung bei den Bürgerinnen und Bürgern für Ihr Engagement. Er begrüßte zusätzlich die Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Organisationen, mit denen die Vorschläge diskutiert werden sollten. Die Industrie- und Handelskammer war ebenso vertreten, wie Gewerkschaften, Kirchen, Sozialorganisationen, KommunalpolitikerInnen und Stadtverwaltung.

Zuerst gab es die Möglichkeit einen Überblick über die BürgerInnen-Vorschläge zu bekommen, die in sechs „Themeninseln“ dokumentiert waren. Die Vorschläge waren am 30.1.12016 in der Stadthalle Bad Godesberg von ca. 250 Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet worden. Ich hatte darüber einen Beitrag hier im Blog geschrieben.

Foto aus der Godesberger Stadthalle beim Zukunftsforum Bonn 2030 am 30.1.2016

Bürgerforum in der Stadthalle Bad Godesberg am 30.1.2016; Foto: Michael Lobeck, Lizenz CC-BY 4.0

Anschließend kamen mehr oder weniger intensive Diskussionen zwischen ausgewählten BürgerInnen der Godesberger Werkstatt vom Januar und den VertreterInnen der eingeladenen Organisationen zustande. Anregungen zu den Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger konnten auf ausliegenden Plakaten notiert werden, damit sie für den weiteren Prozess zur Verfügunge stehen.

Schließlich wurden im Plenum die Ergänzungen aus den Gesprächen an den „Themeninseln“ von jeweils zwei Bürgerinnen und Bürgern der Arbeitskreise vorgestellt und diskutiert.

Mehrere TeilnehmerInnen kritisierten bei der abschließenden Diskussion das Format der Veranstaltung. So hatten sich sowohl die ausgewählten BürgerInnen als auch VertreterInnen verschiedener Organisationen gewünscht, die erarbeiteten BürgerInnen-Vorschläge im Plenum vorstellen zu können. Auch die Umsetzung der „Themeninseln“ hat nicht überall zu konstruktiven Diskussionen zwischen BürgerInnen und VertreterInnen der eingeladenen Organisationen geführt.

Kommunal- und LandespolitikerInnen meldeten sich zu Wort und machten deutlich, dass für sie die Vorschläge aus der Bürgerschaft sehr bedeutsam waren und dass sie Wert darauf legten, dass diese im weiteren Verfahren weiterentwickelt würden. Auch der Oberbürgermeister hatte in seiner Begrüßung darauf hingewiesen, dass auf Basis der Vorschläge ein Antrag für die zweite Phase des Wettbewerbs Zukunftsstadt des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gestellt werden soll. Bis zu zwanzig Städte und Gemeinden können vom BMBF eine Förderung von bis zu 200.000 Euro erhalten, um von November 2016 bis April 2018 die erarbeiteten Ideen weiterzuentwickeln. Man darf gespannt sein.

Link zum Artikel von Cem Akalin im General-Anzeiger zur Veranstaltung.

Teilgenommen habe ich in meiner Eigenschaft als Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Stadt- und Regionalforschung des Geographischen Instituts der Universität Bonn. Wir sind von der Stadt Bonn beauftragt worden, das Bürger-Zukunftsforum begleitend zu evaluieren.

 


Portraitfoto Michael LobeckDer Autor: Michael Lobeck
Ich moderiere Veranstaltungen und berate öffentliche und private Akteure zu guter Kommunikation in der Stadtentwicklung. Ich halte auch Vorträge zu Sinn und Unsinn von Smart Cities und schreibe Bücher zu dem Thema. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, was ich für Sie tun kann, melden Sie sich gerne bei mir.

 

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