Bonner OB-Kandidaten im Jugendzentrum St. Cassius / Ruhenstroth-Bauer (12) vor Sridharan (9) und Schmidt (2)

Foto von der oberen Etage des Stadthauses der Stadt Bonn

Foto: Matthias Zepper, flickr.com, Lizenz: CC-BY 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/; Verändert (Ausschnitt) von Michael Lobeck

Der Heimstatt e.V. hatte am Abend des 6.8.15 drei OB-Kandidaten zur Diskussion über die Zukunft der offenen Kinder- und Jugendarbeit ins Jugendzentrum St. Cassius in die Kölnstr. 6 eingeladen.

Tom Schmidt, Peter Ruhenstroth-Bauer und Ashok Sridharan haben sich den Fragen der ca. 30 Anwesenden gestellt.

Alle drei betonten, dass es wichtig sei, bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen nicht zu sparen. Tom Schmidt stellte heraus, dass die Koalition den Vorschlag der Verwaltung hier zu sparen nicht umgesetzt hätte. Ashok Sridharan wies darauf hin, dass in seiner bisherigen Wirkungsstätte in Königswinter immer Einigkeit bestanden hätte, bei Kindern, Jugendlichen und Bildung nicht zu sparen. Und auch Peter Ruhenstroth-Bauer betonte, dass man intelligent sparen müsse und dabei die Sicherung der Kinder- und Jugendarbeit Priorität hätte.

Ebenfalls alle drei Kandidaten wollten die Arbeit der Verwaltung, deren Chef sie ja nach der Wahl sein könnten, verbessern. Schmidt will darauf hinwirken, dass die in der Gemeindeordnung vorgegebene Arbeitsteilung zwischen Rat und Verwaltung besser eingehalten werde. Der Rat entscheide, was gemacht würde und die Verwaltung würde sich um das wie kümmern. Wenn beide sich darauf konzentrierten, würde die Arbeit effizienter und das Miteinander entspannter. Sridharan sieht einen Mangel an Führung in der Verwaltung, den er beheben wolle und Ruhenstroth-Bauer hat zum Ziel, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker mit einzubeziehen und dann auch stärker zu führen.

Die eine oder andere persönliche Erzählung der Kandidaten zu Ihrer Verbindung mit Kinder- und Jugendarbeit war interessant: Tom Schmidt hatte mit seinen damaligen Freunden in Ostwestfalen ein selbstverwaltetes Jugendzentrum erkämpft. Sie wollten gerade nicht betreut werden. Peter Ruhenstroth-Bauer sei ein paar mal ins K7 in Godesberg gegangen dann aber mit einer Zwischenstation bei der evangelischen Jugendarbeit bei den Jusos gelandet, weil er nicht unterschreiben wollte, dass das Evangelium der Mittelpunkt seiner Welt sei, nur damit er einen Raum für eine Diskussionsveranstaltung bekommen konnte. Und Ashok Sridharan war in der Pfarrjugend aktiv und im Viertel verwurzelt. Noch heute sei er mit den Freunden von damals befreundet.

Die OrganisatorInnen hatten sich ein gutes Format ausgedacht um mit den Kandidaten ins Gespräch zu kommen. Speed-Dating. Drei Stuhlkreise – einer pro Kandidat – standen zur Auswahl. In 15 Minuten wurden kurze Fragen an den jeweiligen Kandidaten gestellt, die dieser auch kurz beantwortete. Nach 15 Minuten wechselte der Kandidat den Stuhlkreis. Nach 45 Minuten hatten alle BesucherInnen mit allen Kandidaten gesprochen.

In einer kurzen Pause wurde abgestimmt, von wem die Anwesenden nach den Gesprächen die stärkste Unterstützung der offenen Kinder- und Jugendarbeit erwarteten. Ruhenstroth-Bauer „gewann“ mit 12 Stimmen vor Sridharan mit 9 und Schmidt mit 2.

Ein guter Abend, der im wesentlichen einen persönlichen Eindruck von den Kandidaten hinterlassen hat. Die politischen Unterschiede zum Thema schienen überschaubar.

Neu: Meine Übersicht über nachbearbeitete / verunstaltete / ergänzte Plakate.
Neu: Mein Bericht über die Diskussion der OB-Kandidaten beim DGB.

 

Ein weiterer Termin mit den OB-Kandidaten findet am 8.9. in der VHS statt. Unter dem Titel „Stadtklima im Wandel“ moderiert Michael Lobeck eine Podiums- und Publikumsdiskussion zu der Frage, wie die Stadt Bonn das zu erwartende Einwohnerwachstum gestalten kann. Mögliche Fragen sind: Wo ist eine Nachverdichtung noch möglich? Wo sind Kompromisse zwischen Bürgerschaft und Investoren notwendig und wie können sie gefunden werden, ohne dass Dauerblockaden drohen? Würde ein „Leitbild Grün“ in der Stadt helfen, einen Handlungsrahmen für eine sozial und ökologisch verträgliche Nachverdichtung zu finden? Und was können / wollen die OB-Kandidaten dazu beitragen?

Wenn Sie Interesse an der Konzeption und Moderation von Veranstaltungen zu Stadtentwicklung, Stadtgesellschaft und Stadtpolitik haben, fragen Sie doch einfach unverbindlich an, wie ich Sie unterstützen kann.

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