Nach der Veranstaltung zur Bonner Oper vom Bund deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) und Forum Stadt Bau Kultur Bonn e.V. hatte Gunnar Sohn die Idee, mal gemeinsam über die großen Projekte in Bonn zu sprechen. Dazu hat er mich in seinen Video-Podcast eingeladen.
Ich habe aus der Audio-Spur ein lesbares Transkript gemacht und die wesentlichen Aussagen zusammengefasst – für Alle, die lieber kurz lesen als lange zuhören und -schauen. Danke Gunnar für das anregende Gespräch!
Ich habe kürzlich drei Veranstaltungen moderiert – zweimal ging es um Beteiligung zu Bebauungsplänen, einmal um Team- und Organisationsentwicklung. In allen drei Formaten hat sich mir wieder gezeigt, was sich in der Praxis immer wieder bestätigt: Zuhören ist der Kern von Verständigung. Und Verständigung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Beteiligungsverfahren nicht als formale Pflichtübung enden, sondern zu tragfähigen Ergebnissen führen.
Mein Job dabei ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem Zuhören leicht fällt – in dem Menschen sich öffnen, auch wenn sie sehr unterschiedliche Ansichten vertreten, und in dem sie die vermeintlich andere Seite nicht nur hören können, sondern auch hören wollen. Was das konkret heißt und wie Verwaltungen und Bürger:innen davon profitieren, beschreibe ich im Folgenden.
Franz-Reinhard Habbel und Michael Lobeck waren Mitte Mai auf der re:publica, dem „Festival für die digitale Gesellschaft“, wie die Macher:innen selbst formulieren. An drei Tagen werden in über 600 Sessions sehr viele Themen zu Digitalisierung und gesellschaftlichen Herausforderungen diskutiert.
Manuel Atug, Mitgründer und Sprecher der AG Kritische Infrastruktur (AG KRITIS), einer zivilgesellschaftlichen Initiative, die den Schutz kritischer Infrastruktur zum Ziel hat ist bei City-Transformer, dem Podcast von Franz-Reinhard Habbel und mir, zum Gespräch.
Der Anschlag auf das Stromnetz Berlins im Januar 2026 führte bei einigen Politiker:innen zu der Idee, Infrastruktur besser zu verstecken, damit potentielle Attentäter:innen sie nicht entdecken. Manuel Atug und die AG KRITIS halten das für keine gute Idee. Wenn die Informationen einmal in der Welt sind, bleiben sie auch dort. Ein sehr großer Teil der Kritischen Infrastruktur ist mit bloßem Auge sichtbar. Tiefbauunternehmen, die bei weitem die häufigsten Schäden an kritischen Netzen anrichten, brauchen die Informationen ebenso wie Feuerwehr, THW und Hilfsorganisationen bei Großschadensereignissen. Was könnte sonst noch besser laufen beim Schutz kritischer Infrastrukturen? Was können und sollten Kommunen auch mit wenig Geld tun?
Apps gibt es viele, Kommunal-Apps auch. DorfFunk war eine der ersten und wurde von Fraunhofer IESE im Rahmen eines Förderprogramms entwickelt. StadtLand.Funk ist die Weiterentwicklung, sie ist in über 300 Gemeinden im Einsatz und zeigt auf, wie der Übergang eines Förderprojektes in einen nachhaltigen Betrieb gelingen kann. Social Media, lokal, sicher und datenschutzkonform.
Digitalisierung in der Kommunalverwaltung – das klingt nach Software-Beschaffung, IT-Projekten und langen Ausschreibungsverfahren. Dass es in Wirklichkeit vor allem um Prozesse, Menschen und Zusammenarbeit geht, zeigt die aktuelle Episode unseres Podcasts City Transformer eindrücklich. In Folge 44 sprechen Franz Reinhard Habbel und Michael Lobeck mit Marcel Böttcher, CDO der Stadt Bergisch Gladbach, und Fabienne Seiler von der Bochumer Projektmanagement-Software factro.
Ich bin hin- und hergerissen zwischen den Optionen, die sogenannte „Künstliche Intelligenz“ bietet, und den sichtbaren und unsichtbaren Gefahren, die mit ihrem Einsatz auch in der Kommunalverwaltung verbunden sind.
Angeregt von einem Artikel beschäftige ich mich seit ein paar Wochen intensiver mit der Frage ob und wie KI eine sinnvolle Option für Kommunalverwaltungen sein kann. Fazit: Ja und Nein – aber wie immer bei der Digitalisierung erst die Ziele klären.
Ich spreche mit Franz-Reinhard Habbel darüber, was wir in 2025 in der kommunalen Digitalisierung gesehen und gelernt haben, was 2026 auf uns zukommt und warum Kommunen zuversichtlich in die Zukunft schauen können.
Vom Stromausfall in Berlin und daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen über die Finanz- und drohende Personalkrise in Kommunen zu den Möglichkeiten und Grenzen von Digitalisierung und KI.
Welche Rolle kann Digitalisierung als Beitrag gegen finanzielle Engpässe und den Fachkräftemangel spielen. Welche Rahmenbedingungen setzt die Bundesregierung und das neue Ministerium für Digitalisierung und welche müsste es setzen? Ein zentrales Thema ist das Vertrauen zwischen Bürger und Kommune, und die Frage, ob und wie Digitalisierung als Mittel für eine spürbar gute Leistungserbringung hier unterstützen kann.
Am 17. November 2025 kamen in Berlin ca. 200 Menschen aus unterschiedlichen Organisationen zusammen, um beim Stadtforum Energie über (Un)sichtbare (Infra)Strukturen Berlins zu sprechen. Das Stadtforum Berlin will dazu beitragen, im „Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Fachleuten aus Forschung, Wirtschaft und Politik die Entwicklung der Hauptstadt zu begleiten“. (https://www.berlin.de/sen/sbw/ueber-uns/stadtforum-berlin/)
Mit Arne Treves sprechen Franz-Reinhard Habbel und ich darüber, wie im Projekt Re:Form Verwaltungspionier:innen den Staat von morgen aus der Praxis heraus entwickeln.
Auf der letzten republica in Berlin haben wir Arno Treves und das Projekt Re:form kennengelernt und waren uns einig: Das ist ein sehr vielversprechender Ansatz, die Stärken der Verwaltung zu nutzen, um sie nachhaltig zu verändern und zu modernisieren.
Aus allen Ebenen der Verwaltung, aus Kommune, Land und Bund arbeiten engagierte Menschen daran, den Staat von Grund auf neu zu erfinden, ohne auf Bewährtes zu verzichten.
Das Projekt Re:Form der Organisation projecttogether formuliert acht Prinzipien, auf denen aus ihrer Sicht ein neues Staatsverständnis aufbauen sollte:
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